Hi, ich habe heute die erste Übung zur Frustrationstoleranz (nach dem Kurs von Maren) gemacht. Ich habe evtl einen zu hohen Reiz (gekochtes Ei) in die Box und er kam nicht dran. Im Nachhinein denke ich ich hätte den ersten Versuch evtl. mit etwas reizärmerem starten sollen? Er hat zunächst 20 min ohne Unterbrechung gebellt - dann sich mal eine Sekunde hingelegt - dann weitergemacht. 2 Mal ist der zum Wasser gegangen und hat getrunken. Die Unterbrechungen waren aber im sekundenbereich. So ging das eine halbe Stunde ohne sich mal wirklich zu regulieren. Und ehrlich gesagt auch dann nur weil ich den Raum verlassen habe und er sich davon ablenken ließ. Als ich wieder reinkam ging es weiter. Als er sich das nächste Mal ablenken ließ und aus dem Raum ging, habe ich unbemerkt das leckerli rausgenommen. Er ging dann wieder zur Box und hat noch kurz rumgemacht sich dann aber daneben gelegt - er war so Ultra gestresst dass er „gepumpt“ hat wie bei 40 grad draußen 😅… meine Frage - ich habe das ja jetzt quasi vorzeitig beendet durch leichte Ablenkung - da ich mir unsicher war wie lange ich das durchziehen soll. Gibt es da eine Grenze? Zudem würde mich interessieren wie oft man (bei der Heftigkeit seiner Reaktion) die Übung machen sollte. Täglich oder nur jeden 2. Tag oder sogar seltener? Er ist total stressendmpfinfdlich wie man sich denken kann… iDanke für einen Rat im Voraus . Vg simone
Hallo Simone, am wichtigsten ist es, dass du dir für dieses genug Zeit nimmst, damit du am Ende nicht auch unter Stress gerätst. Ich nehme an, dass du das Live-Webinar mit Maren auch angeschaut hast. Auch dort erwähnt sie, dass dein Hund zwar merklich frustriert sein, das Level jedoch bei ca. 60 % und nicht bei 90 % sein sollte. Wie sehr dein Hund jetzt gestresst war, können wir von hier aus natürlich nicht beurteilen, aber vielleicht war der Reiz (das Ei) einfach zu stark. Nimm das nächste Mal vlt. erstmal eine Karotte, die evtl. keinen sooo großen Reiz für deinen Hund darstellt. Das Trinken stellt übrigens auch eine Stressregulierung dar. Zu deiner Frage: Gestalte das Training so, dass dein Hund merklich frustriert ist, aber nicht mega gestresst ist, so dass DU es am Ende nicht mehr aushalten kannst und die Übung vorzeitig abbrechen musst, quasi aus Mitgefühl. Dein Hund sollte die Chance haben, sich irgendwann von selbst zu beruhigen und zu regulieren, so dass du das Training erfolgreich abschließen kannst. Wichtig ist, dass du dir genug Zeit für die Übung nehmen kannst, da du nie weißt, wie lange es dauern wird bis sich dein Hund beruhigt hat. Du scheint aber ein gutes Bauchgefühl für deinen Hund zu haben und natürlich muss man jedes neue Training auch erst einmal für sich selbst üben und wahrnehmen, denn natürlich es für uns auch nicht einfach, einen fiependen und unzufriedenen Hund zu ertragen. Das ist die Herausforderung an uns selbst. Win win - wenn man so will. Mache die Übungen also immer in Ruhe, täglich oder alle 2 Tage, das bleibt dir überlassen. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Liebe Beate, danke für deine nette Antwort. Ich halte das sehr gut aus, möchte aber natürlich Cooper nicht unnötig (aus Ehrgeiz oder so 😅) überfordern - sprich ich möchte es einfach richtig machen. Ich glaube eine 60% Erregung gibt es bei Cooper gar nicht 😂 entweder 180 oder wenn’s gut läuft 100 🙈👀… ich habe am nächsten Tag die Übung mit leckerli gemacht - da hat er „nur“ eine viertel Stunde gebellt - gefühltes stresslevel aber trotzdem 100%… ist es richtig währenddessen Dinge zu tun, bzw. z.b in der Küche Alltagsgeräusche zu machen oder mal den Raum zu verlassen wenn er sich dadurch vom Reiz ablenken lässt? Das hat gestern nämlich ganz gut geklappt… P.s. Hier eine kleine Anregung, es wäre schön wenn du die weiterleiten könntest. Ich fände es toll, wenn ihr in einem Online Kurs - also dem Kurs selbst zugeordnet ein Portal hättet, wo man dem Trainer spezifische Fragen dazu stellen kann. Oder an Gewissen Terminen einen online Fragerunde ermöglichen könntet. so könnte man viel von anderen Erfahrungsberichten lernen und seine Fragen gesammelt loswerden… hätte ich jetzt ausschließlich den Kurs gekauft würde ich mich etwas verloren fühlen wenn ich nirgendwo Fragen stellen könnte - und das würde ich als Käufer bei dem Preis dann auch erwarten…
Hallo Simone, gerne nehme ich deine Anregung für unser nächstes Team meeting auf. Es wird auch noch ein Q&A mit Maren zum letzten Webinar geben, in dem die am häufigsten gestellten Fragen im Webinar von ihr beantwortet werden. Ich versichere dir auch, dass hier im Forum die gestellten Fragen ausschließlich von zertifizierten Hundetrainern beantwortet werden. Zu deiner Fachfrage: Du kannst im Grunde nicht viel falsch machen, das sagt Maren im Kurs und Webinar auch mehrfach, trau dich ruhig was! 💪 Dass Cooper bereits beim 2. Training schon besser mit seinem Frust umgehen konnte, zeigt dass du schon viel richtig gemacht hast 😊. Du kannst zwischendurch auch ruhig etwas anderes machen, allersings nicht um Cooper abzulenken. Das wäre nicht der Sinn der Übung. Cooper soll sich ja mit der Situation auseinandersetzen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass Cooper nicht an das Leckerli herankommt, wie in Marens Video auch gezeigt wird. Dort sind die Gitterstäbe der Box etwas zu weit auseinander. Wiederhole die Übung gerne noch einige Male, ich bin sicher, dass du bald eine positive Veränderung bei Cooper feststellen wirst. 🤗 Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Liebe Beate, danke, dass du meine Anregung mit aufnimmst. Ich übe momentan die beiden Kurse Frustrationstoleranz und entspannter Hund. Ich denke, wenn Cooper diese Übungen zuverlässig hinbekommt werden sich evtl. die Probleme, die ich gleich beschreibe auch verbessern. Cooper hat eine extrem niedrige Frustrationstoleranz, er ist ein sehr olfaktorischer Hund und die Gabe von vielen Leckerlis oder sogar zu viel loben Peitschen ihn noch mehr auf. daher funktionieren bei uns belohnungsbasierte Varianten nur bedingt. Ich bin unsicher wie ich Cooper vom bellen abhalten soll. ablenken lässt er sich meistens durch leckerli, aber es löst ja nicht die Ursache. langfristig möchten wir ja dass er dieses Verhalten nicht mehr zeigt. seit neuestem (er ist jetzt 7 Monate - vorpubertät?!) bellt er an der Scheibe, meistens wenn Tauben da sind, manchmal aber auch so. wie verhalten wir uns richtig? ihn abzulenken ist leider nicht die Lösung. zudem bellt er seitdem auch immer wenn er den Garten betritt (es gibt schon Ärger mit Nachbarn ☹️) auch hier lässt er sich zwar ablenken, aber wenn ich einen Moment unaufmerksam bin, rennt er zur Hecke (Nachbarshund, Hühner - beide allerdings nicht sichtbar) und fängt an zu bellen, steigert sich rein. welche Korrekturmöglichkeiten gibt es hier? zudem haben wir ein großes Problem mit Hundebegegnungen an der Leine. Ich glaube nicht dass Cooper aggressiv ist - aber sie stressen ihn massiv. den Fokus mit leckerlis auf uns zu lenken fährt sein erregungsniveau so hoch, dass es sein kann dass er uns ein paar Minuten nach der Begegnung „anfällt“, bzw. einen Zoomie an der Leine bekommt, dann nicht mehr weiß wie er sich regulieren kann und uns zwickt beißt und an uns hochspringt - bis ich den Fuß auf der Leine habe hat er mich dann schon mehrfach gebissen (jetzt nicht blutig aber es tut weh. er hatte schon als Welpe massivste Probleme mit der beisshemmung - habe das Gefühl durch beißen reguliert er sich. er holt sich wenn man ihn kraulen will auch immer ein Spielzeug in dass er beißen kann damit er die Erregung dabei verarbeiten kann). danke für einen weiteren Ratschlag - eure Tipps sind sehr hilfreich 🙂👍
ach so - bei Hundebegegnungen bellt er er stark, springt in die Leine und ist nicht mehr zu beruhigen…
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