Hallo, unsere knapp zweijährige Hündin hängt generell etwas stärker an mir als an meinen Partner, seit wir sie letztes Jahr adoptiert haben. Seit circa zwei Wochen geht es aber auf einmal so weit, dass sie auf Spaziergängen mit meinen Partner (der genau die Hälfte davon mit ihr macht) nach ein paar Minuten zurück zur Wohnung möchte. Als ich für zwei Nächte bei Freund:innen war, war sie außerdem gerade noch nach einem Magen-Darm-Problem auf Antibiotika und sie war so apathisch, dass mein Partner sie schon zur Not-Tierärtin bringen wollte. Am Anfang habe ich gedacht, dass es um die Krankheit und dann Unverträglichkeit des Medikaments ginge, aber nun scheint gesundheitlich alles wieder in Ordnung zu sein. Trotzdem zeigt sie weiterhin das Verhalten. Ihre letzte Läufigkeit war im Februar, daher sehe ich damit auch keinen Zusammenhang. Habt ihr eine Idee, woran das liegen könnte und wie wir uns am besten verhalten sollten? Derzeit ignorieren wir das noch, d.h. mein Partner geht einfach weiter spazieren und in der Wohnung schicke ich sie auf die Decke, wenn sie zu klettig wird.
Hallo Anne, wenn möglich sollte dein Mann eure Hündin ab jetzt füttern und sich etwas mehr um sie kümmern als du. Ihr solltet eure Hündin auf keinen Fall bemitleiden, wenn sie ein "depressives" Verhalten zeigt. Es ist sehr gut, dass dein Partner einfach weiter mit der Hündin spazieren geht, am Besten auch kommentarlos oder mit einem klaren "weiter", wenn sie stehenbleibt. Wenn sie dann brav mitläuft, darf es auch gerne mal ein tolles Leckerli nebenbei sein. Das Deckentraining ist auch sehr wichtig und es ist gut, dass du die Hündin schon auf ihre Decke schicken kannst. Besser wäre es noch, wenn du sie bereits auf die Decke schickst bevor sie überhaupt klettig wird. Übernimm' du in Zukunft mehr die Führung, das wird deiner Hündin mehr Sicherheit geben und manchmal ist weniger (Aufmerksamkeit von dir) auch mehr. Liebe Anne, schau dir im Clubvorteilsbereich gerne auch einmal die Webinare von Dana "Gemeinsam ins neue Jahr 2026" an und der Kurs "Bindung und Beziehung" kann auch sehr hilfreich für euch sein. Zum Schluss noch das Magen-Darm-Problem: Antibiotika können Hunde durchaus sehr schlapp machen und den Organismus belasten, das Verhalten der Hündin muss also nicht unbedingt etwas mit dir zu tun haben. Es kann ebenfalls sein, dass die Läufigkeit bzw. eine Scheinschwangerschaft mit der depressiven Stimmung zusammenhängt. Beobachte das mal nach der nächsten Läufigkeit, mache dir dann am besten ein paar Notizen dazu. Wird sie mäkelig, was ihr Futter angeht? Wann passiert das? Während oder nach der Läufigkeit? etc.. Mit diesen Ratschlägen wird es deiner Hündin und auch dir bestimmt bald leichter fallen, wenn ihr mal voneinander getrennt werdet. Mache dir also zu viele Gedanken 😊️. Liebe Grüße Dein Team der Doguniversity
Hallo, danke erst einmal für die Antwort. Wie waren diese Woche wegen einer Impfung bei der Tierärztin und sie hat bestätigt, dass eine Scheinmutterschaft vorliegt - ich dachte ja, dass die Läufigkeit dafür schon zu lange her ist. Da es schon nun das zweite Mal nach zwei Läufigkeit auftritt, hat die Tierärztin uns geraten über eine Kastration nach der nächsten Läufigkeit nachzudenken. Die Webinare und den Kurs habe ich schon gemacht und fand sie sehr hilfreich. Viele Grüße Anne
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