Hallo zusammen, ich lese gerade das Buch „Frust lass nach ! „ und den Kurs habe ich auch geschaut . Unser Labrador Junghund ist nun acht Monate alt und ein echter Wirbelwind. Ich habe bereits über unsere Erziehungsmethoden/ Probleme berichtet und Tipps von Euch bekommen . Ich stelle fest, dass wir immer wieder die gleichen Probleme haben. Mir ist ein Muster aufgefallen: Wenn wir mit Milow Futter trainieren, wird die Situation oft schlimmer. Seine Erwartungshaltung ist enorm hoch, und er neigt dazu, zu beißen und an der Leine zu springen. Er will ständig ein Leckerli, und wenn wir seine Aufmerksamkeit haben, schaut er uns oder stupst uns an. Wenn er kein leckerli bekommt , nur das Kommando weiter , dauert es oft wenige Sekunden und es fängt an zu schnappen. Es fällt mir schwer, dieses Verhalten zu unterbrechen. Ich versuche, ihn in den „Sitz“ zu bringen oder zwischen meinen Beinen zu positionieren, um ihm zu signalisieren, dass er aufhören soll. Allerdings klappt das nur selten, da der Zeitpunkt entscheidend ist und ich sonst kaum Kontrolle über ihn habe. Wenn er überdreht ist, beißt er auch, was schmerzhaft ist – ich habe bereits blaue Flecken davongetragen. In solchen Momenten kann ich nur versuchen, mich selbst zu schützen und wegzudrehen. Ich brauche dringend Tipps, wie ich die Frustrationstoleranz von Milow speziell hinsichtlich Futter trainieren kann. Wenn ich ihm das Futter zeige, schaut er mich an und fragt, ob er es haben darf. Zuhause und im Garten kennt er bereits das Sitzen und das Warten auf das Futter, doch beim Training mit Leckerlis, selbst wenn es nur Gurken oder Möhren sind, ist es ein riesiges Problem. Sein Erwartungsverhalten führt dazu, dass er wieder beißt. Angesichts meiner bereits bestehenden Probleme mit meinen Händen (ich vermute Karpaltunnelsyndrom) ist es besonders herausfordernd, mit ihm zu üben. Ich wäre sehr dankbar für jeden Rat oder Tipp, wie ich die Situation verbessern kann. Vielen Dank im Voraus !
Hallo Claudia, da die Probleme ja bereits schon eine Weile bestehen, würde ich dir empfehlen, dich einmal für ein paar Einzelstunden an einen kompetenten Hundetrainer zu wenden. Bei Milow mangelt es nicht nur an Frustrationstoleranz, er scheint ja massiv von dir fordern und wenn du mittlerweile schon körperliche Beschwerden hast, solltest du dir unbedingt Unterstützung vor Ort suchen. Obwohl Milow sicherlich nicht aggressiv ist, kann ich mir die Belastung mit ihm durchaus vorstellen, denn Labradore sind ja von Haus aus sehr verfressen, aber Leckerlies auf solche Art und Weise einzufordern geht einfach nicht. Das ist ganz schön frech. Dazu kommt, dass Milow auch jetzt bereits schon viel Kraft hat. Lass die Belohnungen in nächster Zeit einfach mal weg bis du einen Trainer gefunden hast. Mache Futtersuchspiele oder Apportiertraining am Besten im Haus. Wenn Milow in Zukunft hochdreht, nimmst du ihn an der Leine (führe ihn am Halsband, kein Geschirr) gaaanz kurz und gehe weiter bis er sich beruhigt hat. Dann kannst du die Leine wieder etwas länger lassen. Milow ist noch sehr jung, also nicht aufgeben, mit der richtigen Unterstützung kannst du das pubertäre Verhalten von ihm sicherlich bald in die richtigen Bahnen lenken. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Hallo zusammen! 🐾 Zuerst möchte ich mich herzlich bei euch für die hilfreichen Antwort bedanken! Ich weiß das wirklich zu schätzen. Ich arbeite bereits mit einem Hundetrainer in Einzelstunden, und mir wurde geraten, meinem Hund zu zeigen, dass ich ruhig bleibe und ihn am Halsband zu halten, was manchmal eine echte Herausforderung ist. Allerdings habe ich festgestellt, dass wir immer wieder in eine Mühle geraten. Zu Beginn belohne ich sein positives Verhalten mit Leckerlis, was wichtig ist, aber ich merke, dass er ein großes Erwartungsverhalten auf die Leckerlis entwickelt. Wenn er dann kein Leckerli bekommt, neigt er zum Schnappen oder wird unruhig. Laufen am Halsband so , wie wir es wollen ist anstrengend für ihn . Wir waren wohl oft zu inkonsequent und haben immer gemacht was Milow wollte. Das ist nicht ideal, und ich möchte wirklich daran arbeiten, um diese Probleme zu beheben. Ich würde mich freuen, wenn ihr Tipps hättet, wie ich meinem Hund auch ohne Leckerlis trainieren kann. Wie kann ich den Abbruch oder die Aufmerksamkeit trainieren, ohne ständig auf Leckerlis zurückgreifen zu müssen? Das wäre für uns sehr hilfreich, besonders auch draußen. Zudem haben wir zwei Ruhezonen im Haus, die eine tolle Basis bieten, auch wenn Milo am liebsten auf dem Sessel schläft. Es freut mich, dass er mittlerweile besser zur Ruhe kommt, wenn ich ihn auf seine Plätze schicke. Ich möchte nur vermeiden, wieder in die Spirale zu geraten, wo er viel Einfluss durch Luft und Leckerlis bekommt, und dann verwirrt ist, wenn er plötzlich keine mehr erhält. Ich bin optimistisch, dass wir Schritt für Schritt weiterkommen, und ich wäre über euren Rat und eure Erfahrungen zu diesem Thema sehr dankbar! Liebe Grüße! 🐶❤️
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